BACK IN THE DAYS

Ein ganz bestimmtes Jahr oder einen Ort, an dem das alles mit dem Sand Drag Racing angefangen hat, kann Niemand so wirklich benennen. Wie beim "klassischen" Drag Racing auf dem Asphalt hat das mit dem Beschleunigungsrennen auf Sand vermutlich irgendwann begonnen als sich zwei trafen, die Bock darauf hatten, sich mit ihren Fahrzeugen zu duellieren. Es wird jedoch vermutet, dass es irgendwann Mitte der 60er Jahre an der Westküste der USA gewesen sein muß. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand.

Es war nämlich genau die Zeit, als der VW Buggy populär wurde. Dieses Fahrzeug war bei jungen Leuten als Strand- und Lifestylefahrzeug sehr beliebt und in irgendeinem testosteron- und/oder alkoholgeschwängerten Moment war es dann soweit. Das welterste Sand Drag Race fand statt. Von da an war alles eine ganz natürliche Entwicklung. Mit der Weiterverbreitung des Buggy's verbreitete sich auch der Sport und fand immer mehr Anhänger.

Doch bei einem Motorsport, bei dem es in erster Linie um Beschleunigung geht, ist das Ende der Fahnenstange mit einem Fahrzeug auf VW Käfer Basis natürlich recht schnell erreicht, weswegen sich findige Schrauberlinge auf andere Pfade begaben. Die ersten reinrassigen Rennfahrzeuge auf Rohrrahmenbasis ließen nicht lange auf sich warten. In Sachen Antriebstechnik waren jetzt vor allem großvolumige V8 Motoren - gern auch mit Kompressor und nitrobefeuert - die "weapon of choice". Der Umstand, dass auch immer wieder Asphalt Drag Racer einen Abstecher auf die Sandbahn machten, war dieser Entwicklung natürlich ebenfalls zuträglich.

Stellvertretend für all jene, die sich auf beiden Untergründen wohl fühlten, soll hier Rick Henkelman erwähnt sein. Er war in den 70er und 80er Jahren ein recht bekannter Funny Car Fahrer. Langjährigen Besuchern der Nitrolympx in Hockenheim wird dieser Name möglicherweise ein Begriff sein, denn soweit ich weiß war Mr. Henkelman zumindest einmal dort zu Gast.

 

So nahm die Entwicklung ihren Lauf und über die Jahre wurden die Konstruktionen immer wilder und die lockere Reglementierung ließ auch komplett neue Fahrzeugarten zu. Neben den Motorrädern waren dies vor allem Trikes und Quads, deren heutige Form ihren Ursprung in den ATC's (All Terrain Cycles) hat, die in den 80er Jahren sehr populär waren.

Die Motoren bekamen in allen Klassen zusehends mehr Leistung und dementsprechend wurden die Fahrzeuge natürlich auch immer schneller. Das machte es irgendwann notwendig die Rennstrecke auf eine Länge zu begrenzen, welche die Endgeschwindigkeiten auf ein einigermaßen sicheres Maß limitierte. So kam es, dass die heute allgemein anerkannte Streckenlänge bei 300 ft (91,44 m) liegt. Den aktuellen Rekord der schnellsten Zeit überhaupt hält der Amerikaner Dennis Rieck, der mit seinem mehr als 7000 PS starken Top Fuel Dragster im Jahr 2012 eine Zeit von 2.221 Sekunden gefahren ist.

 

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